Die Doppelstadt Rheda-Wiedenbrück wird von der Ems durchflossen. Sie liegt in einer landwirtschaftlich geprägten Region in der Nähe der Stadt Gütersloh. Rheda-Wiedenbrück war im Jahr 1988 Standort der Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens. Seit dieser Zeit ist der Landschaftspark „Flora Westfalica“, der sich entlang der Ems und dem Emser See erstreckt, das verbindende Element der beiden Altstädte des Ortes. Die Stadt zählt heute zu einer der architektonisch interessantesten Städte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.
Während die historischen Fachwerkhäuser im Zentrum Rhedas keine geschlossene Einheit mehr bilden, können in Wiedenbrück ganze Straßenzüge mit aufwändig gestalteten Ackerbürger- Häusern im Fachwerkstil bewundert werden. Bemerkenswert sind die zahlreichen Inschriften, Symbole oder Bilder, die sich an den Giebeln befinden.

Mit schönen Geschäften, Restaurants und Cafes wurden die historischen Bauten in das modernen Stadtleben eingefügt und verleihen der Stadt einen Hauch Nostalgie. Der mittelalterliche Charme Rheda-Wiedenbrücks wird den Gästen besonders während einer der Stadtführungen deutlich, die mithilfe von Laienschauspielern sehr anschaulich gestaltet wird. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören das Wasserschloss Rheda mit verschiedenen Ausstellungsflächen, der alte Pulverturm der einstigen Stadtbefestigung und die fürstbischöfliche Stiftsburg. Der Marktplatz Wiedenbrücks zeigt ein geschlossenes Ensemble von Rathaus, Stadtpfarrkirche, dem Franziskanerkloster und historischem Gasthaus. Alle vier Gebäude entstanden im frühen 17. Jahrhunderts und werden durch den Brunnen und die Skulptur des "betenden Landmannes" von 1900 zusätzlich aufgewertet. Die zahlreichen ruhigen, schön eingewachsenen Flecken im Zentrum und der Grünstreifen entlang der Ems verstärken das romantische Bild einer kleinen Gartenstadt.
Viele schöne Feste und ein besonders reges Vereinsleben gehören zur Pflege der einheimischen Traditionen. Doch Rheda-Wiedenbrück ist auch modern und schafft mit der Erweiterung der Gewerbeparks am äußeren Stadtrand und der Erschließung neuer Infrastrukturen zahlreiche interessante Möglichkeiten für eine Zukunft als Standort für mittelständische- und Zulieferbetriebe.